Telefon falscher Bankmitarbeiter - Überweisung

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"vorsichtiger" gegen falsche Bankmitarbeiter

Betrug mit Telefonüberweisungen

Bilder von "vorsichtiger.de" und pixabay

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Betrug mit Telefonüberweisungen!

Wie gehen Täter vor? (Phänomenologie)


Hinweis: Es handelt sich bei nachfolgendem Beispiel nicht um Online-Banking!


Das Telefon klingelt. Im Display Ihres Telefongerätes zeigt es die Nummer Ihrer Bank an. Nach dem Abheben meldet sich ein (angeblicher) Bankmitarbeiter Ihrer eigenen Bank mit einem tatsächlich in Ihrer Bank existierenden Namen. Der Anrufer teilt Ihnen mit, dass dringend eine Entscheidung wegen einer Sache an Ihrem Konto mit Ihnen besprochen werden müsste und er deshalb anrufe. Die Angelegenheit eile, weshalb er diesen Anruf tätigen würde und Ihnen, damit es glaubwürdiger klingt, sogar Ihre Kontonummer und Bankleitzahl, bzw. IBAN und BIC mitteilt, um sich so nochmals zu legitimieren.


Damit auch Sie sich legitimieren können, fragt der Anrufer nach Ihrem mit der Bank vereinbarten Kennwort für telefonische Überweisungen.

Das Problem ist somit nach Angaben des Anrufers erledigt und das Konto könne wieder normal genutzt werden, wird Ihnen mitgeteilt.


Im nächsten Kontoauszug stellen Sie fest, dass eine Überweisung von Ihnen telefonisch angewiesen worden ist, von der Sie nichts wissen. Die Überweisungsbeträge gehen oft bis kurz unter das Limit, welches bei den meisten Banken für telefonische Aufträge auf 2500 € gesetzt ist.


Warum funktioniert das?


Durch das sogenannte "Call-ID-Spoofing", also das verbotene Verändern der Anzeige auf Ihrem Telefongerät, wurden Sie bereits dahingehend getäuscht, dass der Anruf von Ihrer Bank käme. Den Namen des Bankmitarbeiters hat der Täter vermutlich aus Bankpublikationen oder Websites. Die Kontodaten IBAN und BIC können aus vielen Quellen stammen. Diese sind nicht geheim, da diese bei jeglichem Bezahlvorgang über ihr Konto angegeben werden müssen. Hier können die Daten aus jeglicher Quelle stammen, mit welcher Sie bereits über Ihr Konto Abrechnungen getätigt haben.


Der Täter braucht also nur noch Ihr "geheimes" Kennwort für die telefonische Überweisung von Ihnen. Dieses entlockt er Ihnen durch ein sicheres Auftreten mit Wissen um die Vorgänge in den Banken. Deshalb ist es wichtig für Sie, die folgenden Tipps zu beachten!


Fallbeispiele können Sie mit der Suchfunktion in den Archiven der Pressemeldungen finden.

Statistische Zahlen zu Straftaten in diesem Bereich zeigen die Kriminalstatistiken auf.


Tipps von "vorsichtiger.de"

Seien Sie allgemein "vorsichtig", wenn Sie unerwartet angerufen werden.

Bei Zeitdruck werden Sie bitte besonders misstrauisch.

Wenn Sie die geringsten Zweifel haben, dass es sich um einen "echten" Bankmitarbeiter handelt, legen Sie auf und wählen selbst die Nummer Ihrer Bank und fragen nach dem Mitarbeiter.

Ihre Bank ruft Sie niemals selbst aktiv an, um einen "kennwortpflichtigen" Vorgang mit Ihnen zu besprechen!

Geben Sie Kennwörter und Zugangskennungen für telefonische oder Online-Bankgeschäfte niemals per Telefon Mail oder SMS heraus!

Kennwörter brauchen Sie nur, wenn SIE die Bank anrufen und nicht umgekehrt!

Entsorgen Sie niemals achtlos Kontoauszüge. Diese gehören in den Aktenvernichter!


Was habe ich davon?

Durch die Tipps von "vorsichtiger.de" sollten Sie die Vorgehensweise der Täter kennen lernen. Hierdurch dürften es die Täter schwerer haben, Sie durch deren Aussagen zu täuschen.


Sie sollten immer versuchen Zeit zu gewinnen, aufzulegen und mit dem angeblichen Anrufer oder angeblichen Opfer unter den Ihnen bisher bekannten Rufnummern oder sonstigen Kommunikationsmöglichkeiten Kontakt aufzunehmen und dann in Ruhe die Sachverhalte abklären.

Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie durch einen Anruf "schockiert" stark beunruhigt oder unter Zeitdruck gesetzt werden!


Wenn's passiert ist? Opferhilfe

Links zur Opferhilfe, Ablauf von Strafverfahren, Ihre Rolle als Zeuge und vieles mehr finden Sie hier.

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