Selbstvermarkter und Hofläden

 

Selbstvermarkter und Hofläden


 

Bilder von "vorsichtiger.de" und pixabay

Kassensicherung in Hofläden und sonstigen Selbstvermarkter-Verkaufsstellen:


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Regionale Produkte boomen. Der Einkauf beim Bauern nebenan, am Gemüsestand des Erzeugers am Straßenrand, sowie dem Erdbeer- oder Blumenfeld ist nicht nur in, sondern auch umweltbewusst, sowie ökologisch und ökonomisch sinnvoll. Immer mehr Landwirte und Gärtner vertrauen den Kunden und stellen ihre Produkte öffentlich am Acker, Feldscheunen, Straßenständen oder im Hofladen zum Verkauf. Verkaufspersonal wäre unrentabel, weshalb die Produzenten den Käufern meist blind vertrauen und Selbstbedienung anbieten. Dieses Vertrauen wird in der Regel auch nicht enttäuscht. Die Mehrzahl der Kunden bezahlt den auf einem Schild angeschriebenen Preis ehrlich. Einige meinen aber, es handelt sich hier um ein Geschenk und bezahlen nichts oder brechen sogar die dort angebrachte Kasse (teilweise sogar mit erheblicher krimineller Energie und massivem Aufwand) auf.

Wie gelingt es, unehrliche Kunden zu überführen oder Diebe von der Tat abzuhalten?

Wie kann man die dort angebrachten Kassen vor unbefugtem Zugriff schützen?

Das ist insbesondere an Verkaufsstellen am Feld nicht einfach.


"vorsichtiger.de" kann den Erzeugern zur Sicherung ihrer Verkaufsstellen die folgenden Tipps geben:


Feldverkauf:

  • Wenn möglich stellen Sie die Verkaufsstelle so auf, dass diese von Wohngebäuden oder viel befahrenen Straßen aus einsehbar ist, beachten Sie auch den Ackerbewuchs z. B. Hohen Mais, welcher die Sicht behindern könnte.
  • Im Außenbereich angebrachte Kassen aus stabilem Material wählen und auf oder in schweren Gegenständen wie z. B. Betonblocks oder Naturstein-Findlingen befestigen. Ein Abschrauben, Abschlagen oder Absägen der Behälter sollte nicht möglich sein.
  • Im Handel sind auch fertige Kassensysteme für diese Zwecke zu finden, welche jedoch meist nicht unabhängig geprüft sind.


Hofverkaufsstellen:

  • Überdenken Sie die Notwendigkeit der Öffnungszeiten der Verkaufsstelle.
  • Zufahrts- und Zugangswege so gestalten, dass Kunden gesehen werden, eventuell mit Zaun einfrieden/absperren.
  • Räume mit Eingängen zu Wohngebäuden hin wählen, dies erhöht das Entdeckungsrisiko
  • Stabile Kassen massiv befestigen (Wand oder Boden).
  • Widerstandsfähige Schlösser verwenden.
  • Evtl. gut befestigte, sogenannte „Abwurf-Tresore“ einsetzen, wie sie an Supermarktkassen zum Einsatz kommen.
  • Verkaufsautomaten sollten mechanischen Widerstand gegen Aufbrüche mit einfachem Werkzeug bieten. Es können auch Alarmsysteme integriert werden. Denken Sie nicht nur an Diebstahl, sondern auch an Sabotage! Sie sind verantwortlich für den Verkauf wertvoller Lebensmittel!


Für alle Verkaufsstellen gilt:

  • Nicht einsehbare Kassen sollten regelmäßig geleert („abgeschöpft“) werden, so dass zumindest kein hoher Entwendungsschaden entsteht.
  • Videokameras schrecken zumindest einheimische Täter und Gelegenheitsdiebe ab, wenn diese sichtbar angebracht werden. Kameras (auch Wildkameras im Freiland) sollten jedoch über das Mobilfunknetz oder sonstigen sicheren Verbindungen Bilder oder Videosequenzen sofort per Mail an den Besitzer versenden, damit die Beweisfotos bei Diebstahl der Kameras extern gesichert sind.
  • Kassen können mit einfachen akustischen Alarmgebern abgesichert werden, welche ein lautes Signal beim Entwendungs- oder Öffnungsversuch abgeben.
  • Lassen Sie sich von Ihrer örtlich zuständigen kriminalpolizeilichen Beratungsstelle am Objekt beraten.


Quellenangabe: Armin Knorr, www.vorsichtiger.de

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